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Schon gewusst, dass die Lehrlingsausbildung fast so alt wie das Auto selbst ist?

Die revolutionäre Erfindung des Automobils 1888 von Carl Benz und Gottlieb Daimler (unabhängig voneinander) führt Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur zu einer gestiegenen Automobil-Nachfrage sondern auch zu einem erhöhten Bedarf an Facharbeitern.

Um dieser Nachfrage gerecht zu werden entschied man sich selbst auszubilden. Tagsüber waren die Lehrlinge in die Fertigung eingebunden und erhalten abends Unterricht in gewerblichen Fächern. Die Meister zeichnen sich mehr und mehr für die Ausbildung und Erziehung des Nachwuchses verantwortlich.

1916 werden die ersten Ausbildungsstätten für Benz & Cie. sowie die Daimler-Motoren-Gesellschaft, teilweise sogar spartenspezifisch, in Mannheim und Stuttgart errichtet. Dies ist der Beginn der systematischen Ausbildung im Bereich der Automobile aufgrund der immer größer werdenden Nachfrage an Fachpersonal.

Im Zuge der systematischen Entwicklung der Ausbildung geht man vom Einzelunterricht über zu eigenen Lehrlingswerkstätten in denen zunächst 3 Ausbilder anfänglich 60-70 Lehrlinge ausbilden. Die Zahl der Auszubildenden steigt in den folgenden Jahren rasant, die innerhalb von 4 Jahren alle notwendigen Fähigkeiten erlenen um abschließend eine Gesellenprüfung abzulegen.

Für die geleistete Arbeit erhielten die jungen Männer damals laut Lehrvertrag im 1. Jahr 6 Pfennig pro Arbeitsstunde und stieg bis zum 4. Jahr um 10 Pfennig.

Wie die Initiative Kulturgut Mobilität berichtet reichte es in den ersten Jahren für einen Ausbildungsplatz, wenn man „gerade Glieder, einen guten Leumund und ein befriedigendes Schulzeugnis“ vorwies. Jedoch bedurften die steigenden Bewerberzahlen eines besseren Auswahlsystems, sodass die Lehrlinge ab 1920 eine Aufnahmeprüfung absolvieren mussten.

Damals, wie heute, legt man Wert auf anständiges und vorbildliches Verhalten der Lehrlinge als Teil des Unternehmens. Jedoch unterschieden sich die Erwartungen sowie Regeln des Auftretens immens von den heutigen und Zuwiderhandlungen wurden bestraft

1926 erfolgt der Zusammenschluss der beiden Unternehmen zu der Daimler-Benz AG und bildet 1928 bereits 588 Lehrlinge aus.

Auch die Arbeitszeiten unterschieden sich beachtlich von denen heutzutage. Die Lehrlinge arbeiteten wie der Rest der Belegschaft 52 Stunden in der Woche.

Die Zahl der Auszubildenden steigt nach dem zweiten Weltkrieg zunächst langsam, dann rasant. 1968 hat Daimler Benz 3750 Lehrlinge in der Zentrale, in acht Werken und in 34 Niederlassungen in der Bundesrepublik Deutschland.

Ab 1970 engagiert sich Daimler auch bei der Ausbildung internationaler Lehrlinge im In- und Ausland. Darüber hinaus beteiligt sich Daimler an der Weiterentwickelung des deutschen Bildungssystems beispielsweise mit dem Stuttgarter Modell und fördert neue Bildungsansätze.

Auch die Autohäuser haben sich seit Jahrzehnten der Tradition verpflichtet Lehrlinge selbst auszubilden.

Sollte du gern noch mehr erfahren wollen findest du weitere Details unter: http://www.kulturgut-mobilitaet.de/aktuell/hist-mobilitaet/1591-ausbildung-bei-daimler-qgerade-glieder-einen-guten-leumund-und-ein-befriedigendes-schulzeugnisq

Quelle: Initiative Kulturgut Mobilität e.V. (www.kulturgut-mobilitaet.de)

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